„Mit Sicherheit" - Stresstest für den Arbeitsalltag am Beispiel Fahrzeugfertigung

Stresstest mal anders: Unter den Augen von Seminarleiter Daniel Schwalbe (l.) produzieren (v.r.) Svea Segets (Ärztin UKM Geburtshilfe), Michael Klatthaar (Leiter UKM Trainingszentrum), Jonas Klager (Station 13 B Ost) und Dr. Tim Güß (Programmtleitung „Mit Sicherheit“) berufsgruppenübergreifend und unter Zeitdruck ein Auto.Stresstest mal anders: Unter den Augen von Seminarleiter Daniel Schwalbe (l.) produzieren (v.r.) Svea Segets (Ärztin UKM Geburtshilfe), Michael Klatthaar (Leiter UKM Trainingszentrum), Jonas Klager (Station 13 B Ost) und Dr. Tim Güß (Programmtleitung „Mit Sicherheit“) berufsgruppenübergreifend und unter Zeitdruck ein Auto.

28. Juni 2017 - Was passiert, wenn Gesundheits- und Krankenpfleger und Ärzte gemeinsam unter Zeitdruck per Bahntransport kleine Lego-Autos fertigen müssen? Zunächst bricht Hektik aus, es gibt Entgleisungen und Termine werden nicht eingehalten. Beim zweiten Versuch läuft die Produktion bereits viel reibungsloser. Was hat das mit dem Berufsalltag in einem Krankenhaus zu tun? Enorm viel - denn die gemeinsame Basis ist eine sichere und effektive  Kommunikation.

17 Kliniken sind auch 2017 am Programm „Mit Sicherheit“ beteiligt und arbeiten mit Hilfe der Beratungsfirma InterPersonis in Workshops an der Weiterentwicklung der Sicherheitskultur am UKM. Eine Aufgabenstellung beim aktuellen Workshop: Unterschiedliche Gruppen müssen gemeinschaftlich Bestandteile von Autos produzieren. Die Autoteile sind auf mehrere Stationen verteilt und müssen per Zug transportiert werden. Die Auslieferung muss unter Zeitdruck in Gemeinschaftsarbeit geschehen. 

Svea Segets, Ärztin in der Geburtshilfe und Jonas Klager, tätig auf Station 13 B Ost, finden diese Art von Workshop sehr authentisch. Die Probleme, die im Test durch mangelnde Abstimmung, Kommunikation oder Zeitdruck entstanden sind, konnten sie gut auf den Berufsalltag übertragen. Dadurch, dass die Aufgabe aber nichts mit Krankenversorgung zu tun hatte, konnte ihrer Wahrnehmung nach das Team wesentlich besser den Ablauf des ersten Produktionsversuchs reflektieren, so dass bei Folgeversuchen schnell Erfolge zu sehen waren.

 Welche Bereiche der Sicherheitskultur optimiert werden können, entscheiden die Kliniken selbst, betont Seminar-Leiter Daniel Schwalbe von InterPersonis: „Nachdem unterschiedliche Werkzeuge vorgestellt wurden, überlegen die Bereiche sich, was für sie das passende Werkzeug ist und dann unterstützen wir bei der Weiterentwicklung. Wichtig aus unserer Sicht ist, dass das Programm fortgeführt wird. Denn jeder kleine Schritt zur Verbesserung der Sicherheitskultur zählt.“ Deshalb werden in den kommenden Jahren immer mehr Mitarbeiter  in das Programm mit einbezogen, betonen die Programmleiter Michael Klatthaar und Dr. Tim Güß.

Eine Kultur – und auch Sicherheitskultur - entwickelt sich fortlaufend. Um die Weiterentwicklung der Sicherheitskultur am UKM jedoch zu steuern und dauerhaft zu festigen, braucht es eine kontinuierliche Begleitung. So wird neben den Workshops auch zeitgleich immer in den Kliniken und Stationen geschult. „Sicherheitskultur-Botschafter“ berichten von den Seminaren, stoßen das Thema auf den Stationen an und leben es einfach vor. Über diesen Weg wird der Transfer der erlernten Sicherheits-Werkzeuge in den Berufsalltag unterstützt.

   

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